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Die allergologische Diagnostik beruht auf mehreren Säulen:

  1. Ärztliches Gespräch, Anamnese
  2. Hauttestung
  3. Labordiagnostik
  4. Provokation

1. Anamnese/Krankheitsgeschichte

Manchmal ist die Ursache ganz klar, häufig braucht man aber auch detektivischen Spürsinn, um eine Allergie zu diagnostizieren, deshalb ist die Krankengeschichte, die Anamnese nach wie vor die Grundlage für jede weitere Diagnostik. Dabei können zwar standardisierte Fragebögen helfen, aber dadurch wird nicht das individuelle Gespräch ersetzt.

2. Hauttestungen

Pricktestung:

Bei der Pricktestung handelt es sich um eine Hauttestung, bei der ein Tropfen Allergenextrakt auf die Haut getropft wird. Anschließend wird mit einer Lanzette an der gleichen Stelle in die Haut gestochen, nach 15 Minuten kann der Test abgelesen werden. Falls eine sogennante Sensibilisierung vorliegt, entsteht eine Quaddel. Es muss immer eine positive Kontrolle (Histamin) und eine negative Kontrolle (Kochsalzlösung) zusätzlich getestet werden.

Achtung !

Eine positive Reaktion im Hauttest bedeutet noch nicht Allergie. Das Testergebnis muss immer im Zusammenhang mit der Krankengeschichte und den Ergebnissen der anderen Untersuchungen gewertet werden!

Button Diagnostik Allergie positiver Hauttest (1)

Prick-zu-Prick-Test:

Zum Testen einer Nahrungsmittelallergie eignet sich die sogenannte Prick-zu-Pricktestung. Dabei werden statt Fertiglösungen die Nahrungsmittel selbst zum Testen genommen. Zuerst wird in das Nahrungsmittel und anschließend in die Haut geprickt.

Wir bemühen uns immer möglichst viele Nahrungsmittel für unsere Patienten bereit zu halten. Dafür werden bestimmte Nahrungsmittel klein geschnitten und in einem dafür vorgesehen Plastikröhrchen tiefgefroren.

Der Spezialtest für die Nahrungsmittelallergien ist der Prick-zu-Prick-Test.

Epikutantest:

Der Epikutantest ist ein weiterer Hauttest, der sich zur Diagnostik von Kontaktallergien eignet. Dabei werden kleine Pflaster mit verschiedenen Substanzen auf die Haut geklebt. Durch den Epikutantest werden verzögertauftretende Reaktionen  erfasst. Zu den Testsubstanzen gehören Kosmetika, zahnmedizinische Produkte, Medikamente usw.

3. Labordiagnostik

Zur Diagnostik der Allergien stehen verschiedene Laboruntersuchungen zur Verfügung. Die Bestimmung des Gesamt-IgE dient zum Screening einer Allergie. Bei erhöhtem Gesamt-IgE liegt häufig eine Allergie vor. Um genaue Informationen über das auslösende Allergen zu erhalten, kann das spezifische IgE der einzelnen Allergene, z. B. Birke oder Hausstaubmilben bestimmt werden. Das ist v.a. dann wichtig, wenn der Hauttest nicht eindeutig ist oder wenn eine Hyposensibilisierung durchgeführt werden soll. Inzwischen gibt es auch die sogenannte Komponentendiagnostik, damit kann u.a. die   Gefahr eines allergischen Schocks besser vorausgesagt werden. Auch bei kleinen Kindern, wo die Durchführung des Hauttests schwierig ist und bei Patienten mit einem ausgedehnten Ekzem ist die Laboruntersuchung dem Hauttest vorzuziehen.

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 4. Provokationen

Wenn unklare Ergebnisse vorliegen oder die Krankengeschichte des Patienten nicht zu den Ergebnissen der Hauttestungen und der Labordiagnostik passt, kann eine sogenannte Provokation durchgeführt werden. In unserer Praxis machen wir das mit einer nasalen Provokation, auch Rhinomanometrie genannt. Hier wird ein bestimmtes Allergen direkt in die Nase des Patienten gesprüht und beobachtet welche Reaktionen (Niesen, Schnupfen, etc.) dieses hervorruft.

Um herauszufinden, ob eine Allergie wirklich relevant ist, muss manchmal eine Provokation an der Nase durchgeführt werden.

 

Praxis für Innere Medizin und Allergologie in Köln · Astrid Schareina, Dr. med. Christina Lind-Weiland & Dr. Ronald Hack