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Praxis für Innere Medizin und Allergologie

Dr. med. Christina Lind-Weiland, Dr. med. Tim Hartmann, Astrid Schareina & Dr. med. Julia Schlicke
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Allergien

Allergien sind Überreaktionen des Immunsystems auf harmlose Stoffe wie Pollen oder Hausstaubmilben. Symptome sind Schnupfen, Asthma, Ekzeme und allergischer Schock. Allergien können vererbt werden und nehmen durch modernen Lebensstil, weniger Infekte, Feinstaub und Klimawandel zu.

Frühblüher

Frühblüher wie Hasel, Birke und Erle sind von Januar bis Ende April in Deutschland Hauptauslöser für Allergien. Besonders aggressive Birkenpollen können Asthma verursachen, weshalb frühe Diagnose und Therapie wichtig sind. In milden Wintern kann der Haselpollenflug im Rheinland bereits im Dezember beginnen. Auch Eschenpollen sind während der Birkenpollensaison in der Luft und können Allergien auslösen, besonders bei Menschen aus dem Mittelmeerraum.

Gräser

Gräserpollen sind kreuzreagibel (untereinander verwandt) und verursachen von Mai bis September allergische Beschwerden. Im Gegensatz zu Frühblüherpollen führen sie jedoch selten zu Kreuzallergien.

Kräuter

Wichtige allergieauslösende Kräuter sind Beifuß, Spitzwegerich, Gänsefuß und Brennnessel. Diese blühen von August bis September und können Kreuzallergien wie das Sellerie-Beifuß-Syndrom oder Sellerie-Gewürzsyndrom verursachen.

Ganzjährige Allergien

Die häufigsten ganzjährigen Allergien sind:

  • Hausstaubmilbenallerige: Verursacht chronische Symptome wie verstopfte Nase, Schnupfen und nächtliches Asthma, besonders im Herbst. Empfohlene Maßnahmen: gründliche Innenraumsanierung und Hyposensibilisierung.
  • Schimmelpilzallergie: Tritt vor allem in feuchten Räumen auf und kann saisonale Probleme und Asthma bronchiale verursachen. Sorgfältige Diagnostik ist notwendig.
  • Tierhaarallergie: Häufig bei Katzen, gefolgt von Nagetieren wie Meerschweinchen und Hamstern, sowie seltener bei Hunden und Vögeln. Eine Hyposensibilisierung kann hilfreich sein.

Nahrungsmittelallergien

Viele Nahrungsmittel können Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen, und die Häufigkeit solcher Allergien hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Oft erfordert es eine genaue Untersuchung und Diagnostik bei einem allergologisch versierten Arzt, um die Auslöser zu identifizieren.

Die Symptome von Nahrungsmittelallergien sind vielfältig und reichen von leichtem Kribbeln im Mund bis zu lebensbedrohlichen allergischen Schocks. Besonders bei Beschwerden des Verdauungstrakts ist die Abgrenzung zu anderen Erkrankungen schwierig. In unserer Praxis bieten wir spezielle Testverfahren und Funktionstests wie H2-Atemtests an, um z.B. Laktoseintoleranz oder Fruktosemalabsorption zu diagnostizieren.

Trotz moderner Testmethoden kann die Identifizierung der Auslöser schwierig sein. Daher ist eine ernährungstherapeutische Beratung oft sinnvoll. Unsere Praxis arbeitet mit der Ökotrophologin Frau Ute Körner zusammen, die auf Nahrungsmittelallergien spezialisiert ist und viele Publikationen zu diesem Thema verfasst hat.

Falls Sie an umfassenden Informationen interessiert sind, empfehlen wir Ihnen eine gemeinsame Buchpublikation von: Ute Körner und Astrid Schareina: Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten in Diagnostik, Therapie und Beratung. Haug Verlag.

Insektengiftallergie

Ein Stich von einer Biene oder Wespe ist für die meisten Menschen unangenehm, aber harmlos. Für Menschen mit einer Insektengiftallergie kann er jedoch lebensbedrohlich sein. In Deutschland kommt es jedes Jahr zu Todesfällen durch allergische Reaktionen auf Insektengift. Warnzeichen wie Juckreiz an Händen oder Füßen, Hautausschlag, Atemnot oder Kreislaufprobleme deuten auf eine schwere allergische Reaktion hin und erfordern sofortige medizinische Hilfe. Eine allergologische Untersuchung ist daher unerlässlich. Die gute Nachricht: Eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) kann in den meisten Fällen helfen. Sie gewöhnt das Immunsystem schrittweise an das Allergen und schützt in über 90 Prozent der Fälle zuverlässig vor schweren Reaktionen.